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Als literarischer Allgemeinpraktiker stelle ich sprachliche Diagnosen.
Verschreiben kann ich leider nichts.
Nur schreiben.
Was ich gern tue.

Die Deutschlehrerinnen und -lehrer haben es ebenso wenig geschafft wie die Rechtschreibereform:
Die deutsche Sprache kommt vielen spanisch vor.
Ein besonderes Beispiel dafür fand ich im Kanton Schwyz in der Schweiz:
,wir haben wovon andere Träumen...
Der Satz beginnt mit einem Komma, dafür fehlt das Komma in der Mitte, und das Verb wird auch noch grossgeschrieben.
Da war wohl der Lehrling am Werk.

Reichlich Nahrung für den schwierigen Umgang mit der deutschen Sprache bietet das Gastgewerbe. Da wird köstlich gekocht, gekonnt serviert – aber erstaunlich viel falsch geschrieben.

Soll man diesen "im Biss" meiden? Ich meine Ja. Ich will ja keine "bock Wurst" mit "ket Chup" und "bröt Chen".

Bei dieser Pizzeria war ich auch verunsichert, ob ich hineingehen sollte. An diesem Tag habe ich auf das "Mitagesen" verzichtet.

Der Autor des Zettels, pardon: dher Author des Zhetthels whussthe, dass Theather andhers geschriehben als gehsprochen wirdh. Deshalb gingh er mith den "h" grosszühgig um.
Was die Abkürzung "Irl. Espr." bedeutet, weiss ich bis heute nicht.

Dann hat man sich trotz allem für ein Restaurant entschieden. Ein Blick in die Speisekarte verrät: Das Kochen beherrschen viele Gaststätten besser als die Rechtschreibung.
Dieser Wirt würzte seine Speisekarten mit einem Übermass an "e".

Andere Länder, andere Sitten, andere Rezepte: Dieser "Raücherfisch" mundete ubrïgens vörzuglich. Ist das eine typische Ostsee-Speziälitat?

Zum Fisch ist gewiss eine leckere Beilage angezeigt. Oder doch eher eine "Bailage"? "Gebraten Spinat"?

Ich konnte mich nicht entscheiden, leider auch nicht für diese "Beilaga-Salad".

Schliesslich wählte ich als Beilage zum "Raücherfisch" diese köstlichen "Bartkartoffeln". Der Koch trug trug zwar einen prächtigen Bart, aber ob die Kartoffeln deshalb so heissen? Ich hätte fragen sollen.

Gemüse, haben wir gelernt, ist in der Regel gesund. Deshalb wählte ich beim Italiener "Ortolana" mit "oberschine". Ich denke, dass es beim nächsten Mal "unterschine" gibt.

Wieder zurück in der Schweiz. Hier bietet die Imbissbude Schinken, Poulet (für Deutsche: Hähnchen) und "Truthan" an; es sähe merkwürdig aus, wenn sie "Truthahn anböten" oder "Truthan ahnböten".

Wer dann mal muss, der soll "sofort das Barpersonal Bescheid sagen". Was passiert, wenn man dem Barpersonal Bescheid sagt?